Der Zickenkrieg der Feminaten geht in die nächste Runde

18.01.17

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Weiter gehts im feministischen Zickenkrieg

Weiter gehts im feministischen Zickenkrieg

Von irgend etwas müssen Feminaten ja auch leben. Am einfachsten geht das, in dem man die öffentlichen Töpfe abgreift, die Politiker so ausschütten. Um an dieses Geld zu kommen, muss man sich bei den entsprechenden Ministerien, meist dem von Frau Schwesig (SPD)  einschleimen, und man muss präsent sein.

Noch besser ist es, wenn man andere Gruppen diskreditiert. Dies passiert recht häufig zwischen den sogenannten Netzfeministen und Alice Schwarzer. Beispielsweise titelte Stefanie Lohaus, die einst das „Missy Magazine“ gründete, zur Steueraffäre von Alice Schwarzer in der Zeit: „Alice Schwarzers Doppelmoral ist unerträglich“. Das stimmt natürlich. Aber derart harsch gegen eine „Schwester im Geiste“ vorzugehen, zeigt, mit welch harten Bandagen gekämpft wird.

Über Schwarzers Buch „Der Schock – Die Silvesternacht von Köln“ schrieb das Missy Magazine: „Wenn man die Kalorien der Lügen zählen würde, wäre „Der Schock“ ein Eimer Bratfett und liegt ungefähr so schwer im Magen“.

Das konnte Alice Schwarzer nicht auf sich sitzen lassen und hat nun ihrerseits in der aktuellen Emma Front gegen die Netzfeministen gemacht. Titel ihres Artikels: „Berliner Szene: Die Hetzfeministinnen“. Ja, da hat sie durchaus Recht, Hetze ist bei den meisten Netzfeministen tägliches Brot. Aber ehrlich Frau Schwarzer, da nehmen Sie sich beide nichts. Illustriert ist ihr Artikel mit einem Bild einiger dieser „Hetzfeministen“, wie Teresa Bücker von Edition F, Anne Wizorek, Gizem Adiyaman von #schauhin, Jasna Strick und Stefanie Lohaus.

Und Schwarzer geht gleich in die Vollen. Sie schreibt: „Es gibt eine Welt, in der eine Minderheit agiert und von der die Mehrheit nichts ahnt. Das ist die Welt der so genannten Netzfeministinnen. Es ist gar nicht so leicht, sich in dieser Welt zurechtzufinden. Denn dort spricht frau in Dogmen und Rätseln, Sternchen und Unterstrichen. Die Sprache dieser Netzfeministinnen ist so normiert und spezialisiert, dass auch Akademikerinnen kaum folgen können.“ Allerdings, liebe Frau Schwarzer, wer hat mit diesem *Innen-Quatsch angefangen? Das waren doch Sie. Und dann wundern Sie sich, wenn andere Ideologen diesen Unsinn weiter treiben? Das ist doch ziemlich naiv, finden Sie nicht?

Schwarzer wirft den Netzfeministen vor, es gehe ihnen um die Deutungshoheit. Und zwar nicht nur gegenüber den Medien, sondern auch innerhalb der feministischen Szene. Wie eingangs schon erwähnt, natürlich geht es darum. Den Netzfeministen wie Frau Schwarzer. Und offensichtlich gönnt kein Feminist dem anderen auch nur ein Stück vom Kuchen.

Schwarzer greift aber auch „Schwestern“ persönlich an. Zum Beispiel Anne Wizorek. „Mit ihrem Buch tourt die Studienabbrecherin, die auf ihrer Website als Beruf „Digital Media Consultant“ und „Speaker“ angibt, durch linke und liberale Medien und Parteiveranstaltungen“. Spricht da ein bisschen der Neid? Kann ich verstehen. Jemand wie Wizorek, die bisher meist nur durch Blocken auf Twitter von Menschen, die nicht 100 Prozent auf ihrer Linie sind, bekannt wurde, wird 2015 von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes als Botschafterin des Themenjahres gegen Geschlechterdiskriminierung benannt. Und noch schlimmer: Seit Mai 2015 ist sie außerdem Mitglied der Sachverständigenkommission für den 2. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Verständlich – kein klar denkender Mensch kann diese Personalentscheidung nachvollziehen. Aber war für diesen Angriff Schwarzers auf Wizorek nicht auch das Unverständnis dabei, nicht selbst in diese Pöstchen berufen geworden zu sein?

Gegen Ende ihres Textes stellt Alice Schwarzer die Frage: „Wieviele junge Frauen an der Uni und in der Szene werden eigentlich von dem Dogmatismus dieser Netzfeministinnen abgeschreckt?“ Eine berechtigte Frage. Ich schätze, ungefähr ähnlich viele, die sich vom Dogmatismus einer Alice Schwarzer abschrecken lassen.

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Über Aranita

Humanist. Geocacher. Gamer. Freifunk. Werte: Freiheit, Gerechtigkeit. Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.

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