Uber-Studie entlarvt feministische Pay-Gap-Lüge

Voraussichtliche Lesedauer des Artikels: 3 Minuten
Uber führt genaueste Statistiken über die Fahrten seiner Mitarbeiter

Ständig wird uns eingehämmert, dass Frauen, nur weil sie Frauen seien, 20 Prozent weniger verdienen würden als Männer. Meist wird dabei sogar so getan, als gelte diese Behauptung für die selbe Arbeit.

Man konnte gegen diese Behauptung natürlich ins Feld führen, dass die Frau, die halbtags in einem Nagelstudio arbeitet mit dem Mann verglichen wird, der Vollzeit auf dem Bau arbeitet und das dies nichts mit Seriosität zu tun hat. Meist kam dann als Antwort: Aber 7 bis 8 Prozent verdienen Frauen bereinigt weniger als Männer und das sei nur deshalb so, weil es Frauen seien. Diese Pay-Gap-Lüge ist jetzt endgültig widerlegt; und zwar durch eine Studie von Ökonomen der Universitäten Stanford und Chicago. Diese haben die Entlohnung von Fahrern des Taxi-Unternehmens „Uber“ analysiert.

Diese Daten sind deshalb ideal für eine objektive Studie, weil es für die Berechnung der Bezahlung bei Uber völlig egal ist, wer den Wagen fährt. Es spielt keine Rolle wie lange man im Unternehmen ist, wie alt man ist, oder welche Ausbildung man hat. Es ist auch völlig belanglos welches Geschlecht man hat oder was man für Vorbildungen vorweisen kann.

Der Uber-Algorithmus geht von völlig transparenten Kriterien aus. Von der Region, in der gefahren wird. Auch von der Länge der Strecke und der Fahrzeit. Aber auch davon, ob der Fahrer mehrere unterschiedliche Menschen befördert und auch von Angebot und Nachfrage. Eines ist dem Statistik-Programm aber völlig egal: Welches Geschlecht der Fahrer hat.

Der Ökonom John List hat sämtliche Fahrten von Uber-Fahrzeugen in den Vereinigten Staaten von Amerika vom Januar 2015 bis zum März 2017 analysiert. Und List stellte Überraschendes fest: Statistisch verdienten Frauen etwa 7 Prozent weniger als Männer. Wie kommt das zustande, wo doch Frauen nach den selben transparenten Regeln bezahlt werden wie Männer?

Die Gesamtstatistik von Uber, auf Männer und Frauen aufgeschlüsselt (Quelle)

Nun gingen die Ökonomen daran, herauszufinden, woher dieser Verdienstunterschied kommt. Eine schlechtere Bezahlung aufgrund des Geschlechtes konnte definitiv ausgeschlossen werden. Die Wissenschaftler haben dafür drei Hauptpunkte herausgefunden:

Durchschnittlich haben Männer mehr Erfahrung als Frauen. Da die meisten Männer länger als Fahrer arbeiten und auch wöchentlich länger fahren, wissen sie durch diese Routine, wann sie welche Strecken fahren müssen, um mehr Geld zu verdienen. Selbst wenn Frauen eine ähnliche Routine und Erfahrung haben als Männer, wählen Frauen ihre Einsätze anders aus als Männer. Sie sind häufiger an Orten unterwegs, an denen viele andere Fahrer auf Kundschaft warten. Uber aber belohnt Mitarbeiter, die in Gegenden unterwegs sind, wo es an Fahrern fehlt.

Einen weiteren Punkt fanden die Forscher heraus: Männer fahren durchschnittlich schneller als Frauen. Das spielt zwar keine Rolle bei den Fahrtkosten, da Uber nach Fahrtstrecke und Zeit bezahlt. Die Zeit alleine fällt allerdings für die Fahrpreisberechnung kaum ins Gewicht. Der Punkt ist, wer schneller fährt, schafft mehr Fahrten in der selben Zeit und verdient dadurch auch mehr.

Damit ist endgültig die Pay-Gap-Lüge, Frauen würden deshalb 7 bis 8 Prozent weniger verdienen, weil sie eben Frauen sind, widerlegt. Die 7 bis 8 Prozent kommen einfach deshalb zustande, weil Männer in der Masse gesehen sich besser auf den Job einstellen können, als die Masse der Frauen das tut. Einzelfälle sind davon selbstverständlich ausgenommen.

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