Greedfall: Mehr als nur schicke Hüte

Voraussichtliche Lesedauer des Artikels: 2 Minuten

Greedfall ist ein Action-Rollenspiel für Solospieler. Es wurde von der französischen Firma Spiders entwickelt und von Focus Home Interactive veröffentlicht.

Das Spiel spielt in einer Fantasy-Umgebung im Stil des 17. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu vielen Action-Rollenspielen killt man sich nicht nur durch mehr oder weniger große Monster- oder Feindeshorden durch.

Neben dem Kampf spielt auch Diplomatie und Täuschung eine große Rolle. Dabei bleibt es der Entscheidung des Spielers überlassen, welches Mittel er verwendet, um die Quests abschließen.

In der Welt von Greedfall leben zahlreiche Fraktionen, jede mit ihren speziellen Überzeugungen und Zielen, ihren eigenen Territorien, aber auch ihren Verbündeten und Feinden. Das Spiel verfügt über ein komplexes Rufsystem. Dieses bewirkt, dass jede Entscheidung, die der Spieler trifft, sowohl Fraktionen und ihre führenden Persönlichkeiten, als auch die Gefährten des Spielers erfreuen oder verärgern kann. Da man immer nur höchstens zwei Gefährten mitnehmen kann, spielt es je nach Quest durchaus eine Rolle, welche Gefährten man mitnimmt.

Neben der Hauptgeschichte gibt es eine Vielzahl von Nebenquests, die der Spieler erledigen kann. Eine Besonderheit hat das Spiel auf jeden Fall: Während Kopfbedeckungen bei vielen anderen Spielen eher stiefmütterlich behandelt werden, verfügt Greedfall über viele interessante Hüte. Nahkämpfer können selbstverständlich auch Helme tragen.

Auch wenn die Grafik sicherlich nicht der letzte Schrei ist, so hat dies doch den Vorteil, dass man auch mit Rechnern, die nicht mit High-End-Komponenten ausgestattet sind, das Spiel auf höchster Grafikstufe spielen kann. Einen Minuspunkt bekommen die Städte. Während die Häuser, wie auch die Natur, durchaus liebevoll gestaltet sind, hat man trotzdem das Gefühl, dass die Städte und insbesondere die Häuser irgendwie alle gleich aussehen. Hier wäre etwas mehr Individualität in den unterschiedlichen Städten durchaus schön gewesen.

Greedfall besticht durch eine interessante Geschichte mit vielen unterschiedlichen Quests. Zwar laufen die Kämpfe alle in einem ähnlichen Muster ab, so dass Spieler, die in einem Spiel die maximale Herausforderung suchen nicht auf ihre Kosten kommen dürften. Für diejenigen aber, die ab und zu ein paar Stunden in ein Rollenspiel abtauchen wollen ohne sämtliche Kampftechniken bis ins Kleinste ausreizen zu wollen, ist Greedfall das passende Spiel.

Greedfall kostet über Steam 49,99 Euro. Steam warnt vor dem Kauf des Spieles mit dem Satz „Dieses Spiel enthält möglicherweise Inhalte, die nicht für alle Altersklassen oder zum Ansehen am Arbeitsplatz geeignet sind: Gewaltdarstellungen, Allgemeine nicht jugendfreie Inhalte“. Gewalt ist in Rollenspielen ja durchaus an der Tagesordnung, andere „nicht jugendfreie Inhalte“ sind mir nach bisher 20 Stunden Spielzeit allerdings noch nicht begegnet.

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