Knochenkirche, Mega in Brno und Abenteuer in Niederösterreich

Ein Kronleuchter komplett aus menschlichen Knochen

Ein Kronleuchter komplett aus menschlichen Knochen

In Tschechien gibt es eine Kirche, deren Ossuarium komplett aus menschlichen Knochen besteht. Wir wollten uns das schon immer ansehen, aber irgendwie war es uns immer zu weit. Jetzt gab es in Brno einen Geocaching Mega Event zum 29. Februar, dem sogenannten „Leap Day“, also haben wir nicht lange überlegt und sowohl den Besuch der Knochenkirche als auch das Mega miteinander verbunden.

Am 28. Februar 2016 sind wir als in aller Früh losgefahren und haben auf dem Weg einige interessante Geocaches gefunden, darunter auch sogenannte „Challenges“, das sind Caches für die man bestimmte Vorgaben erfüllt haben muss, um sie loggen zu können.

Auf dem Weg hatten wir ein interessantes Erlebnis mit der tschechischen Polizei. Ich schnalle mich aus verschiedenen Gründen nicht an, und ein Polizist hat mich angehalten und mir erzählt, dass es in Tschechien ganz schlimm ist, wenn man nicht angeschnallt ist. Ein Tscheche würde dafür 3 Punkte bekommen, mich würde das Ganze 2.000 Tschechische Kronen (knapp 75 Euro) kosten. Ich sagte dem Polizisten, ich hätte das Geld nicht in Kronen dabei, könnte es höchstens in Euro oder per Karte bezahlen. Er meinte, das ginge nicht, wie viel Kronen ich denn dabei hätte. Ich schaute in meinen Geldbeutel, da waren 1.000 Kronen drin, er nahm mir das Geld aus der Hand und meinte, das sei in Ordnung. Ich bekam dann sogar eine peinlichst genau handgeschriebene Quittung und wird durften weiterfahren.

Ein Wappen komplett aus menschlichen Knochen

Ein Wappen komplett aus menschlichen Knochen

Kurz nach Mittag waren wir dann in Kutna Hora, etwa 70 Kilometer östlich von Prag, wo sich die Knochenkirche befindet. Wenn jemand dort auch hin will, empfehle ich, möglichst früh dort zu sein. Als wir dort waren, waren Scharen von Touristen dort, meist Japaner, die alle mit Selfie-Sticks herumliefen und man ständig aufpassen musste, nicht deren Handys an den Kopf geknallt zu bekommen. Trotzdem konnte man die Atmosphäre der Kirche gut aufnehmen. Es ist unglaublich, was dort an menschlichen Knochen verarbeitet wurde. Der angesehenen Holzschnitzer und Schreiner František Rint aus Skalice schuf mit seiner Familie die Gebilde aus etwa 40.000 menschlichen Skeletten.

Das Fenster der Peter und Paul Kathedrale in Brno

Das Fenster der Peter und Paul Kathedrale in Brno

Dann ging es weiter nach Brno, wo wir in unserem Hotel eincheckten, etwas die Gegend ansahen und den Ort des Mega suchten. Das war gar nicht so einfach, denn er war mit dem Auto kaum zu erreichen. Brno ist eine interessante Stadt mit einigen Sehenswürdigkeiten, unter anderem die Peter und Paul-Kathedrale mit einem beeindruckenden Fenster. Leider gibt das Foto den Eindruck nicht annähernd wieder, aber Fotografieren mit Blitz war verboten und besser hab ichs nicht hinbekommen.

Sauwetter in Brno

Sauwetter in Brno

Da der Mega-Event erst um 16:00 Uhr begann, wollten wir die Zeit bis dahin mit Geocaching nutzen. Schön für die Statistik, dort ist das Drei-Länder-Eck Tschechien, Slowakei und Österreich, also beschlossen wir dort hin zu fahren. Leider war das Wetter eine Katastrophe. Es regnete teilweise in Strömen und es war saukalt. Wir fuhren also Richtung Niederösterreich und planten dort zu essen. Mein Navi empfahl mir einen Griechen in Mistelbach, also fuhren wir dorthin und suchten unterwegs noch ein paar Caches. In Mistelbach mussten wir feststellen, dass es den Griechen nicht mehr gab. Dummerweise nicht nur das, es gab in diesem Mistelbach überhaupt kein Speiselokal, was uns irgendwie angesprochen hatte. Den McDonalds dort wollten wir nicht besuchen, also beschlossen wir in die Slowakei zu fahren und dort etwas zu essen. Unterwegs führte uns ein Cache in eine Gegend, in der tatsächlich noch Öl gefördert wird – Geocaching bildet!

Die Holzcoins zum Mega in Brno

Die Holzcoins zum Mega in Brno

In der Slowakei fanden wir ziemlich bald ein Restaurant, wo wir gut und günstig essen konnten. Dann ging es zurück nach Brno zum Mega-Event. Am Ort des Geschehens waren trotz des ekelhaften Wetters ziemlich viele Geocacher, wir konnten unsere Holzcoins abholen und uns ein bisschen mit tschechischen Cachern unterhalten. Am Abend gab es noch eine Feier in einem Lokal, uns war aber so kalt, dass wir beschlossen, die Feier Feier sein zu lassen und lieber ein paar Dinge in einem vom Regen geschützten Einkaufszentrum zu besorgen (unter anderem einen warmen Pulli für mich). Am nächsten Tag hatte sich der Regen in Schnee verwandelt, aber die Heimfahrt verlief ohne größere Probleme. Schön wars, trotzdem waren wir froh als wir wieder daheim waren und das nächste Mega werden wir garantiert im Sommer besuchen.



Kategorien:Alle Artikel, Geocaching, Urlaub

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