Mit der Kristallprinzessin zur Walhalla

Voraussichtliche Lesedauer des Artikels: 2 Minuten
Die Kristallprinzessin

Von Regensburg aus kann man einige touristische Schifffahrten unternehmen. Wir haben uns für die Fahrt mit der Kristallprinzessin zur Walhalla und zurück entschieden.

Die sogenannte „Kristallflotte“ der Reederei Wurm & Noé fährt mit der Kristallkönigin und der kleineren Kristallprinzessin von Regensburg zur Walhalla, außerdem werden spezielle Themenfahrten durchgeführt und man kann die Schiffe auch mieten.

Beide Schiffe sind mit etwa einer Million Kristallelementen der Firma Swarovski ausgestaltet. Die Kristallprinzessin, mit der wir gefahren sind, ist die kleinere Schwester der Kristallkönigin. Überall im Schiff glitzert und funkelt es, sogar die Waschbecken in den Toiletten, bei den Herren silbern, bei den Damen golden, haben ihren eigenen Charme.

Gefertigt in der ÖSWAG Werft in Linz, wurde das Schiff im Jahre 2012 nach Regensburg überstellt. Die Kristallprinzessin darf mit 47 Metern Länge und 11,20 Metern Breite maximal 300 Personen befördern. Ihre zwei elektronisch geregelten Deutz 2015 V6-Motoren bringen es zusammen auf stattliche 900 PS beziehungsweise das Schiff auf eine Spitzengeschwindigkeit von 23 km/h.

Die Fahrt geht auf der Donau flussabwärts zur Walhalla, wo man aussteigen und mit einem der nächsten Schiffe zurückfahren kann. Die Walhalla ist ein klassizistischer Bau in Gestalt eines von Säulen umgebenen Tempels. Er entstand im Auftrag des bayerischen Königs Ludwigs I., der Bayern von 1825-1848 regierte und ist eines der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund des als schmachvoll empfundenen Siegeszugs der napoleonischen Armeen wuchs in Ludwig, der damals noch Kronprinz war, ab 1807 die Idee für einen Gedächtnisort, an dem verdiente deutschsprachige Männer und Frauen gewürdigt werden sollten. Unter Einfluss des Historikers Johannes von Müller, der auch eine erste Auswahl der zu ehrenden Persönlichkeiten traf, wurde der Name »Walhalla« mit Bezug auf das gleichnamige Kriegerparadies der germanischen Mythologie gewählt.

Errichtet wurde der Bau durch den bevorzugten Architekten Ludwigs I., Leo von Klenze (1784-1864), einen der wichtigsten klassizistischen Baumeister des 19. Jahrhunderts. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1830. Zwölf Jahre später, am 18. Oktober 1842, wurde die Walhalla feierlich eröffnet. Die entscheidende Inspiration für seinen Entwurf lieferte Klenze der berühmte Parthenon auf der Athener Akropolis aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Diese Anregung verband Klenze mit weiteren historischen Motiven und kombinierte sie mit den modernen Errungenschaften der zeitgenössischen Bautechnik zu einer eigenständigen Architekturschöpfung.

Die Fahrt war ein interessanter Ausflug mit gutem Service und Essen, sowie einigen Hintergrundinformationen zu Regensburg, der Donau und der Walhalla. Erwachsene bezahlen für die Hin- und Rückfahrt 15,50 Euro.


Hier fährt die Kristallprinzessin zur Wahlhalla ab

Video-Eindrücke von der Fahrt

Bilder der Kristallprinzessin und der Fahrt



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