Prüder Bevorzugungs-Feminismus schafft Cheerleader ab

Voraussichtliche Lesedauer des Artikels: 3 Minuten
Cheerleader sollen „nicht mehr zeitgemäß“ sein

Der prüde Bevormundungs-Feminismus hat nun auch Sportler erreicht. Cheerleader seien „nicht mehr zeitgemäß“ und wurden deshalb beim Basketball-Club Alba Berlin abgeschafft.

Der ehemalige Basketball-Profi und jetzige Geschäftsführer von Alba-Berlin, Marco Baldi, begründete das Aus der Sportlerinnen wie folgt: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr in unsere Zeit passt“. Zwar gibt er zu, „Es ist uns bewusst, dass nicht wenige Fans die Alba Dancers vermissen werden“, aber was interessieren prüde Feministen schon Fans, wenn den Boss eines Basketball-Clubs nicht einmal Sportlerinnen interessieren.

Denn dass Cheerleader Sportlerinnen sind, die sehr hart trainieren und auch Meisterschaften austragen, scheint Baldi entweder nicht zu wissen oder es ist ihm schlichtweg egal. Dass er die Sportlerinnen dabei ausschließlich auf ihre Körper reduziert und dabei – wie sagt man heute so schön – ein übler Sexist ist, scheint auch kein Problem zu sein. Hauptsache man prescht vor um die politische Korrektheit auf Kosten von hart trainierenden Sportlerinnen durchzudrücken.

Allerdings bekommt der Boss von Alba Berlin auch heftigen Gegenwind. Die Kabarettistin Monika Gruber etwa liest in einem kurzen, aber klaren Video auf ihrer Facebookseite, für das sie Stand Heute fast 18.000 „Likes“ bekam und das fast 15.000 mal geteilt wurde, Baldi die Leviten: „Cheerleading ist ein Sport. Dafür trainieren Frauen sehr hart und sie zeigen dann ihre wohl trainierten Körper in leichter Kleidung. Das machen sie freiwillig, sie werden nicht dazu gezwungen.“

Insbesondere die Ausrede „Nicht mehr zeitgemäß“ bringt die Künstlerin in Rage. „Was ist dann zeitgemäß? Werden wir dann in Zukunft Synchronschwimmerinnen sehen, die im Burkini durchs Wasser pflügen? Großartige Frauen, wie Alice Schwarzer haben nicht jahrzehntelang dafür gekämpft, dass jetzt so ein beschissener Neu-Puritanismus aufkommt.“

Am Schluss ihres kleinen Videos darf natürlich eine Spitze nicht fehlen. Gruber erwähnt, dass das fränkische Basketball-Team der Brose Baskets Bamberg weiter an seinen Cheerleadern fest hält. „Da kann ich nur sagen, der Irrsinn setzt sich in Bayern etwas schwerer durch!“

Auch Valesca Stix, Headcoach der Tänzerinnen von Alba Berlin, hat wenig Verständnis für die Begründung des Alba-Bosses. Insbesondere die Aussage Baldis auf der Webseite des Clubs, es sei „der Eindruck entstanden, dass Frauen bei Alba vor allem für die tanzende Pausenunterhaltung zuständig“ seien, „während Männer Basketball spielen“ geht Stix gegen den Strich. Der Bild-Zeitung sagte sie: „Dass wir so dargestellt werden, ist nicht schön. Jede darf doch selbst entscheiden, ob sie tanzt. Es wird ja niemand gezwungen, bei uns mitzumachen. Daher ist Albas Begründung sehr unglücklich formuliert.“

Das Team der Alba-Berlin-Cheerleader hat sich mittlerweile aufgelöst. Wie Stix gegenüber der Bild-Zeitung sagte, seien die jüngeren Mitglieder bei befreundeten Teams oder im Friedrichstadtpalast untergekommen. Härter trifft es die älteren Frauen. „Sie suchen sich einen neuen Sport“, so Stix.

Nachdem ja vor einiger Zeit bei der Formel 1 die „Grid-Girls“ abgeschafft wurden und auch bei der Tour de France die Podium-Girls wohl bald der Vergangenheit angehören, muss man sich fragen, wie weit die politisch korrekte Prüderie und Bevormundung der Feministen noch geht. Das nächste Verbot und damit ein weiterer Eingriff in die freie Berufswahl für Frauen mit abseitigen Begründungen wird wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen.

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1 Antwort

  1. so habe ich das Thema in meinem Blog verarbeitet:

    Von wegen lets dance

    Die deutschen Muslime wird es freuen. Die Abschaffung der unzüchtigen Zurschaustellung weiblicher Körper. Den verbliebenen Feministinnen war es schon lange ein Dorn im Auge. Die sexistische Ausbeutung hübscher Frauen zur Augenweide jeglicher Lüstlinge. Abgesehen der Mädels von Femen, die gerade damit ihre Mitmenschen wach rütteln wollen. Wofür sie gerade glauben es tun zu müssen.

    So nackt waren sie ja nun auch nicht. Die Cheerleader des Alba Berlin. Die Verantwortlichen im Basketball-Verein haben dennoch die Puschel schwingenden Mädchen aus der Halle verbannt. Nicht mehr zeitgemäß, sagen sie. Die weiblichen Vereinsmitglieder sollen vielmehr gleichberechtigt im eigentlichen Basketball vertreten sein. Das die jungen Frauen ihre Auftritte als Sport verstehen, für den sie hart trainieren und der ihnen Freude bereitet, ist den Entscheidungsträgern offensichtlich entgangen. Und hübsch sein und das auch ins Rampenlicht zu rücken ist der Nebeneffekt, der alle entzückt.

    Das schöne Mädchen von Seite eins haben sie uns schon genommen, jetzt die Beifall-Anführer (innen). Hoffentlich nicht noch die Dirndl im Bierzelt. Aber beim Beach-Volleyball sollte auch unbedingt eingegriffen werden. Vierfünftelnackte, braungebrannte, knackige junge Körper in den gewagtesten Posen. Ob das noch zeitgemäß ist. Oder die Damen des Peter Paul Rubens, die in den großen Museen der Welt hängen. Oder die Wetterfee im Minirock im Fernsehen.

    Die Spaßgesellschaft verdirbt sich langsam den Spaß. Der wird Stück für Stück abgebaut und der neue Spaß besteht darin, keinen mehr zu haben. Lässt sich aber nicht ganz vermeiden. Deshalb macht jetzt der Weltuntergang am meisten spaß.

    Ich habe damit überhaupt keine Probleme. Cheerleader brauche ich nicht. Die sind mir zu fröhlich. Ich schaue mir lieber im Otto-Katalog die Seiten mit der Damenunterwäsche an.

    Tschüs sagt Örzi bis zum nächsten Senf

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