Oxford Universität verbietet Klatschen – wegen ängstlicher Studenten

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Damit ängstliche Studenten durch den „Lärm“ nicht eingeschüchtert werden, verbietet die Oxford-Universität in England nun das Klatschen. Um Begeisterung zu zeigen, müssen die Studenten nun die Geste benutzen, die auch Gehörlose verwenden. Diese Geste heißt „Jazz Hands“ und man bewegt die Hände in der Luft hin und her.

Aber nicht nur ängstliche Studenten könnten sich durch das Klatschen gestört fühlen, so die Befürworter des Klatsch-Verbots. Durch das traditionelle Klatschen könnten autistische und gehörlose Studenten verstört werden. Im Gegensatz dazu würde das Klatschen der Gebärdensprache eine harmonische und respektvolle Atmosphäre schaffen. Das berichtete die britische Zeitung The Sun.

Gegner des Klatschverbots bezeichneten die Oxford-Universität daraufhin als „Universität der übersensiblen Schneeflocken“. Ein ehemaliger Student ärgerte sich: „Die Oxford University Student Union ist immer bestrebt, möglichst politisch korrekt zu sein. Aber diese Idee wird nicht funktionieren und ist völlig lächerlich.“ Der TV-Moderator Piers Morgan meinte zum Klatsch-Verbot: „Großbritannien verliert den Verstand“.

Ganz so neu ist so ein Klatsch-Verbot allerdings nicht. Vor etwa einem Jahr verbot die Universität von Manchester bereits das Klatschen – mit den selben Argumenten wie das jetzt die Universität von Oxford tat. Damals sorgte die Regeländerung an der Universität von Manchester bereits für eine breite Debatte, an der sich auch hochrangige Politiker wie Jeb Bush, der Bruder des Ex-US-Präsidenten George W. Bush beteiligten. Er schrieb auf Twitter. „Nicht cool, Universität von Manchester. Nicht cool.“

Bereits im Jahre 2015 wollten einige Universitäten das Klatsch-Verbot einführen. Damals scheiterten die Unis noch am gesunden Menschenverstand. Der Radiosender Sonic 102.9 schrieb damals: „WAS!? Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf der Bühne und halten eine bewegende Rede … und wenn Sie fertig sind: Es gibt keinen Applaus. Es gibt kein Klatschen, es herrscht nur Schweigen. Und natürlich „Jazz Hands“. Hört mal zu. Angst ist eine echte Sache. Es nervt. Aber wenn Sie echte Angst auslösen möchten, dann gehen Sie auf die Bühne und lassen Sie Hunderte von Menschen mit den Händen in Ihrem Gesicht herumfahren.“

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