Universitäten – Brutstätten von Totalitarismus und Abschaffung der Meinungsfreiheit?

Voraussichtliche Lesezeit des Artikels: 3 Minuten
Susanne Schröter (Bild von ihrer Facebook-Seite)

Ursprünglich waren Universitäten Orte der freien Rede , der freien Meinungsäußerung und des freien Denkens, doch seit einigen Jahren werden sie immer mehr ein Hort für Gesinnungskontrolle und Hass gegen Menschen mit anderer Meinung.

Bereits im Jahre 2013 wurde der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière in der Humboldt-Universität in Berlin durch Klatschen und Rufen daran gehindert, seine Meinung zu äußern. Skandierte Rufe wie “Nie wieder Deutschland” machten es dem Minister unmöglich, seine Rede zu halten oder gar in einen Dialog einzutreten.

Seitdem hat sich dieser Totalitarismus massiv verschärft. Ein Beispiel dafür erlebt gerade die Professorin und Leiterin des „Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam“ (FFGI) an der Goethe-Universität Frankfurt, Susanne Schröter (siehe Bild, entnommen von ihrer Facebook-Seite). Schröter bereitete eine Konferenz zum Thema „Das islamische Kopftuch“ am 8. Mai an der Universität Frankfurt vor.

Dabei sorgte sie dafür, dass Menschen mit verschiedenen Meinungen eingeladen wurden. So wurde unter anderem Alice Schwarzer, Feministin und Kritikerin des Islamismus eingeladen, aber auch Khola Maryam Hübsch, eine radikale Islamistin, die fast ausschließlich in Vollverschleierung auftritt und die im September 2016 bei der ZDF-Sendung „Maybritt Illner“ dem Gast Paul Ziemiak (CDU) den Handschlag verweigerte. Weitere Teilnehmer wie Necla Kelek vom Vorstand von Terre des Femmes oder der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi von der Pädagogischen Hochschule in Freiburg sollten für eine ausgeglichene Gruppe sorgen, wie man das bei einer Diskussion auch erwarten sollte.

Doch offensichtlich rechnete Schröter nicht mit dem menschenverachtenden Hass einer Gruppe ultralinker Studenten. Unter dem Hashtag #Schroeter_raus hetzten diese gegen die Veranstaltung. Sie zeigten Schilder mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus“, oder „weil ich kein Bock mehr auf Schröters antirassistische Hetze habe“. Begründet wurde diese Hetze mit einer angeblichen „steigenden Salonfähigkeit von Rechtspopulismus“, durch den Frauen mit Kopftuch „Opfer von rechter Gewalt und Rassismus“ werden würden. Für solche Veranstaltungen sei an „unserer Uni kein Platz“. Abschließend wurde gefordert, die Professorin ihrer Position zu entheben und die Konferenz abzusagen.

Die Präsidentin der Universität, Birgitta Wolff, sprach sich gegen den Hass der an der Aktion beteiligten Studenten aus. Sie sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Das Präsidium ist keine ,Diskurspolizei‘, vielmehr sieht es seine Aufgabe darin, für die Wissenschaftsfreiheit einzutreten, das heißt sicherzustellen, dass in der Goethe-Universität unterschiedliche wissenschaftliche Positionen eingenommen und nach den Spielregeln des akademischen Diskurses vertreten werden können. Auch Versuche mancher Kreise, sich selbst zur ,Diskurspolizei‘ zu ernennen, weisen wir mit größtem Nachdruck zurück.“

Susanne Schröter freute sich laut „Bild-Zeitung“ über die Solidarität und den Zuspruch in den sozialen Medien. Sie bekräftigte, dass die Konferenz auf jeden Fall stattfinden würde. Weiter soll Schröter laut „Bild“ gesagt haben „Ich überlege, Strafanzeige zu stellen. Das grenzt an Rufmord. Beängstigend, welche Dynamik diese Attacke im Internet bekommen hat.“

Wünschen wir uns mehr mutige Menschen wie Susanne Schröter, die nicht vor dem Hass von Totalitaristen einknicken – vielleicht klappt das ja dann doch noch einmal mit der Meinungsfreiheit.

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