Weil er nicht arbeiten wollte: Angestellter des Finanzamtes rief sich selbst an

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Ein Mitarbeiter der Steuerinformationsstelle des schwedischen Finanzamts hatte keine Lust zu arbeiten und rief deshalb wiederholt sein eigenes Handy an. Der Trick war einfach: Weil seine Leitung besetzt war, wurde der Anruf der Kunden zu seinen Kollegen umgeleitet.

Insgesamt hatte der Mann sich zwischen dem 10. März und dem 5. Mai 2021 32 Mal insgesamt 55 Stunden lang selbst angerufen – nun droht dem Mitarbeiter eine Disziplinarstrafe, die bis zu einer Kündigung reichen kann. Das berichtete die schwedische Zeitung Nyheter24.

Anfangs bemerkte niemand, dass der Mitarbeiter sein Telefon selbst blockierte. Das könnte damit zusammenhängen, dass der Mann im Homeoffice arbeitete, wo eine Kontrolle nicht so einfach möglich war wie im Büro. Erst nach einigen Wochen fiel einem Manager auf, dass die Gespräche des Mannes teilweise außergewöhnlich lang waren. In einem Fall dauerte ein Gespräch sogar über 4,5 Stunden. Als der Chef seinen Mitarbeiter auf die ungewöhnlich lange Gesprächszeit ansprach, behauptete dieser, dass die Anrufzeiten wohl auf Ungenauigkeiten in der Telefon-Statistik zurückzuführen seien.

Erst nach weiteren Befragungen gab er zu, sich selbst angerufen zu haben. Er habe aber in dieser Zeit nur „eine kleine Pause“ gemacht, meistens hätte er aber die telefonfreie Zeit genutzt, um sich „weiterzubilden“.

Der Abteilungsleiter glaubte ihm allerdings nicht und sah die Sache völlig anders. Er bezeichnet das Ganze als „inakzeptabel“ und als „Jobbetrug“. Das Fehlverhalten des Mitarbeiters hätte außerdem dazu geführt, dass die Steuerinformation unterbesetzt war und deshalb die Anrufer länger als üblich in der Leitung warten mussten. Die Personalstelle muss nun über disziplinarische Sanktionen entscheiden, die bis zu einer Entlassung reichen können.

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