Die Hetze gegen freie Medien geht weiter – nun ist ServusTV im Fokus

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Letzte Änderung des Artikels am 19. Januar 2022 von Aranita

Der private Fernsehsender ServusTV des Red Bull-Gründers und mehrfachen österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz macht etwas, das man heute kaum mehr findet: Er strahlt Talkshows aus, bei denen man nicht nur eine einzige Meinung zu hören bekommt, sondern wo unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander diskutieren.

Das erinnert an frühe Zeiten des ORF, wo mit dem „Club 2“ ein ähnliches Format ausgestrahlt wurde. Für einen riesen Skandal sorgte Nina Hagen im Jahre 1976, als sie in der Sendung zeigte, wie man am besten masturbiert. Der Aufschrei war groß und der Moderator der Sendung, Dieter Seefranz, musste deshalb seinen Hut nehmen.

Mittlerweile sind Talkshows weichgespült, kaum eine Sendung wird noch live ausgestrahlt. In diese Lücke stieß nun Servus TV hinein, die Talkshow „Live aus dem Hangar 7“ wird live gesendet und die Gäste vertreten unterschiedliche Ansichten. So kommt in der selben Sendung etwa jemand zu Wort, der die Corona-Ermächtigungen kritisch sieht und kann mit jemand, der strenge Regeln und eine Impfpflicht befürwortet, diskutieren.

Das scheint die Medien in Deutschland zu irritieren und mit den üblichen Plattitüden, die ja schon häufig so gut gewirkt haben, wird Stimmung und Hetze gegen Servus TV gemacht. Die FAZ bezeichnet beispielsweise Servus TV als „eine Corona verharmlosenden Fernsehkanal“. Weiter behauptet die FAZ, Servus TV „arbeitet seit Pandemiebeginn an einer Reputation als Corona-Verharmloser und Verschwörungstheoretiker“. Beispiele für diese Hetze bringt die FAZ nicht. Muss sie auch nicht, der Stachel ist gesetzt, und darauf kommt es an.

Sogar die NZZ, im Vergleich zu vielen deutschen Medien eher liberal eingestellt, titelte: „Servus-TV ist die neue Einstiegsdroge für Corona-Leugner“.

Die Tagesschau titelte – immerhin mit Fragezeichen – „ServusTV in Österreich: Ein Sender für Corona-Leugner?“ und schreibt im Anreißer: „Politiker und die Medien sind beliebte Feindbilder von Corona-Zweiflern. Der österreichische Privatsender ServusTV ist da eine Ausnahme: Dort werden teilweise falsche Informationen über die Pandemie verbreitet.“

Eine Randerscheinung bei der Hetze gegen Servus TV ist David Schraven, der Boss von „Correctiv“. Ja, das sind die selbsternannten Faktenchecker, die bei Facebook unliebsame Beiträge zensieren. Schraven twitterte im November letzten Jahres: „Ist eigentlich schon allgemein bekannt, dass Julian Reichelt zu Servus TV geht?“ Julian Reichelt war einige Jahre bei der Bild-Zeitung und musste dort gehen, weil ihm Verfehlungen gegenüber Kollegen vorgeworfen wurden. Reichelt bestreitet das. Aber zurück zum Tweet von Schraven. Sowohl Reichelt als auch Servus TV haben nie bestätigt, dass Reichelt für Servus TV arbeitet. Er war lediglich kürzlich Gast in der Talkshow Links. Rechts. Mitte – Duell der Meinungsmacher, die auf Servus TV ausgestrahlt wird. Dort sagte er, dass er ein anderes Projekt plant und dass er nicht zu Servus TV gehen wird.

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Aber das kennt man von Schraven, dass er es selbst mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Hatte er doch nach dem Sieg Trumps stolz verkündet, dass Hillary Clinton die Wahl zum amerikanischen Präsidenten gewonnen hatte. Was, wie wir wissen, eine glasklare Unwahrheit war. Dass so jemand bei Facebook Fakten checkt, zeigt, wie wenig es um Fakten geht und dass es nur wichtig ist, die „richtige“ Haltung zu haben.

Bleibt zu hoffen, dass Servus TV trotz der Diskreditierungsversuche seinen Weg beibehält und weiter das macht, was guten Journalismus ausmacht: Unterschiedliche Meinungen zu Wort kommen zu lassen und den Zuschauer entscheiden zu lassen, welche Meinung er für die passende hält.



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