Böhmermanns Geisteszustand soll untersucht werden

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Der „Satiriker“ Jan Böhmermann (Bild: Ben Knabe, ZDF)

Über Jan Böhmermann kann man geteilter Meinung sein. Man kann ihn mögen, man kann ihn blöd finden. Und dabei könnte man es eigentlich belassen.

Wenn Böhmermann nicht häufig zu Mitteln greifen würde, die bei vielen Menschen auf Unverständnis stoßen. Ich spreche jetzt nicht einmal von seinem Ziegenficker-Gedicht. Es geht um ein Interview mit dem ORF, dem Österreichischen Rundfunk. Böhmermann hatte in der Sendung „Kulturmontag“ alle acht Millionen Österreicher als „debil“ bezeichnet. Der Moderator nickte dazu und die Moderatorin Clarissa Stadler sah sich genötigt, eine nachträgliche Distanzierung anzubringen.

Der Wiener Anwalt Wolfgang List kündigte nun an, Böhmermann gerichtlich auf dessen Geisteszustand untersuchen lassen zu wollen. Wenn das Ergebnis feststehe, werde man sich eine Unterlassungsklage gegen diese Behauptung vorbehalten. Das berichtete das Boulevardmagazin „Krone„.

Böhmermann polarisiert, das ist wohl auch sein Geschäftsmodell. Auf Twitter gab er zum Beispiel damit an, mehr als 8.000 Menschen „per Hand“ geblockt zu haben. Nicht ohne alle diese Menschen als „Rechte“ bezeichnet zu haben. Wenn jemand es nötig hat, Menschen auf Twitter zu blockieren, dann zeugt das zwar von fehlendem Selbstbewusstsein und massiver sozialer Inkompetenz. Und wenn er alle Menschen, deren Ansichten ihm nicht gefallen als „Rechte“ bezeichnet, dann zeugt das von massivem politischem Unverständnis.

Damit wäre das Thema dann auch mehr oder weniger durch. Nicht so bei Böhmermann. Er musste wieder einen drauf setzen und bot alle Namen und Twitter-Accounts seiner geblockten Opfer zum Download an. Dass die gepackte Datei, die der „Satiriker“ bereit stellte, zu groß für eine automatische Verarbeitung war, beweist das zwar seine fehlende Internet-Kompetenz, aber so ist das wohl mit diesem „Neuland“. Außerdem fand sich bald ein Fan, der die Accounts der Böhmermann-Opfer in einer Form anbot, die auch für Menschen aus dem Internet-Neuland problemlos zu bedienen war.

Das Magazin Meedia hatte zu diesem Thema einen Bericht gebracht, den ich kommentarlos verlinkt hatte. Der Text in meinem Tweet ist die Original-Überschrift von Meedia. Böhmermann hat mich daraufhin, wie er das bei mehr als 8.000 anderen Menschen auch getan hat, geblockt. Hier der Tweet von mir:

Für mich ist es unverständlich, warum man in einem Kommunikationsmedium andere Menschen von der Kommunikation ausschließt. Nicht nur deshalb bin ich gespannt, ob der Wiener Anwalt es schafft, Böhmermanns Geisteszustand gerichtlich untersuchen zu lassen und falls das passiert, was dabei heraus kommt.

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1 Antwort

  1. Da gibt’s aber noch ein paar andere,wo ich an dem geisteszustand Zweifel 🤪🤯

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