Ulli Eike: Der Krimiautor mit dem gewissen Etwas

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Autor Ulli Eike (Bild von seiner Facebook-Seite)

Ich mag es, Krimis zu lesen. Meist lese ich sie durch, finde sie mehr oder weniger spannend und lege sie wieder weg. Irgendwann bin ich dann auf die Krimiserie „Lena Stern“ von Ulli Eike gestoßen. Ulli Eike? Den Namen kannte ich doch. So hieß ein Kollege, mit dem ich vor mehr als 30 Jahren zusammen gearbeitet habe, bei einem Computer-Magazin.

Ich habe mit etwas kundig gemacht und tatsächlich, es war die selbe Person. Nun gab es ein Problem: Um mir ja nicht von mir selbst vorwerfen zu müssen, dass ich Menschen, die ich kenne, besser bewerte, bewerte ich solche Menschen meist strenger. Obwohl Ulli Eike mehrere Bücher geschrieben hat, beschränke ich mich hier auf die Serie „Lena Stern“, von der gerade der elfte Band „Wolfskind“ erschienen ist.

Als ich anfing zu lesen, war ich von der ersten Seite an gefesselt. Ulli Eike beherrscht den Spagat zwischen Spannung und Unterhaltung meisterhaft. Man hat niemals das Gefühl, dass der Leser nicht mitgenommen wird. Als Leser fühlt man sich niemals überfordert, sei es durch unverständliche Sprünge in der Geschichte, oder sei es durch das Gefühl, der Autor setze beim Leser Dinge voraus, die der Leser nicht wissen kann.

Über Ulli Eike

Ulli Eike wurde im Jahr 1961 in Dortmund geboren. Seit Mitte der 80er Jahre bestreitet er schreibend seinen Lebensunterhalt. Zuerst als Redakteur und Chefredakteur bei verschiedenen Computerzeitschriften, dann als Freier Autor und Buchautor. Er lebt an der spanischen Costa Blanca.

Die Heldin der Reihe, Magdalena Stern, die aber lieber Lena genannt werden will, ist eine Kommissarin, die in Dortmund arbeitet. Spannend ist, dass sich Lena Stern in jedem Band weiter entwickelt. So lernt man die Kommissarin immer besser kennen.

Ulli Eike schafft dadurch, dass er Lena Stern sehr menschlich und nicht immer nur positiv sondern manchmal leicht verkorkst beschreibt, eine dauerhafte Verbindung vom Leser zur Hauptfigur seiner Krimis. Die Spannung erfolgt also nicht nur durch die einzelnen Fälle, sondern auch durch den Hunger des Lesers, wissen zu wollen wie es mit Lena Stern weiter geht, wissen zu wollen was sich in Lena Sterns Leben noch alles ergibt.

Wer sich in der Dortmunder Gegend auskennt, wird erstaunt sein, wie genau die einzelnen Gegenden, in denen Lena Stern ermittelt, recherchiert sind. Man hat das Gefühl, der Autor kennt jeden Ort der Geschehnisse selbst genau. Aber nicht nur die Schauplätze sind authentisch, auch die Arbeit in einem Kommissariat wird so genau beschrieben, dass man das Gefühl hat, der Autor hätte lange Zeit als Kriminalkommissar gearbeitet.

Ich gehe bewusst nicht auf die Inhalte der einzelnen Folgen ein, denn ich möchte niemandem die Spannung nehmen in dem ich aus Versehen etwas von der Geschichte verrate. Wer für den Urlaub noch nicht genug Lesefutter hat, dem sei die Lena-Stern-Reihe wärmstens empfohlen. Und selbstverständlich auch denjenigen, die zu Hause bleiben.

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