Eine Fahrt mit dem Öchsle

Voraussichtliche Lesedauer des Artikels: 2 Minuten
Die Dampflok 99 788, das „Öchsle“, wird bereit gestellt

Wer schon einmal die Sendung „Eisenbahn-Romantik“ auf SWR gesehen hat, kennt auch das Öchsle. Das ist die Schmalspurbahn, die jede dieser Sendungen einleitet. Unterlegt ist dieses Intro durch je nach Staffel unterschiedliche Interpretationen des Liedes Sentimental Journey.

Ich wollte schon länger mit dieser Bahn fahren, jetzt hat es endlich geklappt. Das Öchsle fährt im Sommer am 1. und 3. Samstag im Monat, sowie an jedem Sonntag. Es gibt auch spezielle Sonderfahrten, näheres findet man auf der Webseite dieser Schmalspurbahn.

Die Bahn hat eine abwechlungsreiche Geschichte hinter sich. Eröffnet wurde sie bereits im Jahr 1899. Am 31. Mai 1964 fuhr der letzte reguläre Personenzug zwischen Biberach und Ochsenhausen. Bis zum 31. März 1983 fuhren auf der Strecke noch Güterzüge, aber dann kam das Aus und die letzte Schmalspurbahn der Deutschen Bundesbahn auf dem Festland war Geschichte.

Doch bereits im Jahre 1984 gab es Bestrebungen, das Öchsle als Museumsbahn zu erhalten. Allerdings musste aufgrund von internen Problemen der Betreibergesellschaft und notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Strecke der Museumsbetrieb Ende 1991 wieder eingestellt werden. Am 25. Juli 1996 wurde der Museumsbetrieb zum zweiten Mal aufgenommen. Ende 2000 kam das Öchsle erneut in Schwierigkeiten, denn nun musste die Strecke aufgrund von gravierenden Oberbaumängeln gesperrt werden. Aber auch das überstand die Bahn und zum 1. Mai 2002 ging die Museumsbahn dann zum dritten Mal in Betrieb. Im Jahr 2006 wurde die neue Betriebshalle in Warthausen eröffnet; seitdem beginnen und enden die Museumszüge dort.

Die Öchsle-Strecke führt heute über 19 Kilometer von Warthausen nach Ochsenhausen. Die Fahrt mit dem Museumszug führt vorüber an originalgetreu renovierten Bahnhöfen und dauert in beide Richtungen jeweils rund eine Stunde. Die größte Steigung zwischen Wennedach und Reinstetten (bis zum Scheitelpunkt der Strecke auf 598 Meter ü.NN) beträgt 1:40 und ist damit steiler als die berühmte Geislinger Steige (1:44,5). Die Strecke führt durch die hügelige Landschaft Oberschwabens, in der es viele günstige Positionen zum Fotografieren oder Filmen gibt.


Karte

Filmische Eindrücke

Bilder des Öchsle
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