Unwort des Jahres 2019 – Grüne Ideologie in Reinkultur

Voraussichtliche Lesedauer des Artikels: 2 Minuten

Wie seit vielen Jahren, hat das Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der Technischen Universität Darmstadt auch 2020 wieder das „Unwort des Jahres“ für das Jahr 2019 gekürt. Dieses Jahr geschah das Ganze zum 29. Mal. Und wie immer in den letzten Jahren, wurden nicht wirkliche „Unworte“ gekürt, sondern Worte, die am besten zum politischen Framing der Grünen und deren Fanboys passen.

Im Jahre 2016 wählte man als Unwort des Jahres den Begriff Volksverräter (siehe Bericht), im Jahr davor wurde der Begriff „Gutmensch“ gekürt (ich habe darüber geschrieben). 2018 fand man „Anti-Abschiebe-Industrie“ als passendes Unwort und 2017 „Alternative Fakten“. 2014 war das Unwort „Lügenpresse“. Funfact: Im selben Jahr wurde Claas Relotius als „Journalist des Jahres“ ausgezeichnet.

Da ist es nicht verwunderlich, dass man als Unwort des Jahres den Begriff „Klimahysterie“ ausgewählt hat. Die Begründung für dieses Wort entlarvt deutlich, dass es nicht um Unworte geht, sondern um politisches Framing.

Die Begründung für „Klimahysterie“ als Unwort des Jahres 2019 lautet wie folgt:

Mit dem Wort „Klimahysterie“ werden Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert. Der Ausdruck wurde 2019 von vielen in Politik, Wirtschaft und Medien – von der F.A.Z. über Unternehmer bis hin insbesondere zu AfD-Politikern – verwendet. Er pathologisiert pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als eine Art kollektiver Psychose. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Klimawandel ist das Wort zudem irreführend und stützt in unverantwortlicher Weise wissenschaftsfeindliche Tendenzen.

Aus der Pressemitteilung zum Unwort des Jahres 2019

Nein, es werden nicht „Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert“, sondern durch den Begriff „Klimahysterie“ werden Endzeitszenarien aufgehetzter Ideologen beschrieben, die keinerlei Erkenntnisse neben ihrer Ideologie dulden. Auch wird nicht „pauschal das zunehmende Engagement für den Klimaschutz pathologisiert“, sondern es wird nur der hysterische Umgang mit diesem Thema kritisiert.

Um die Unworte zu küren, kann man Begriffe einsenden, von denen man meint, sie würden sich zu einem Unwort eignen. Die Jury hält sich dabei nicht an die Einsendungen, sondern kürt das ihr politisch genehme Wort. Der Begriff „Klimahysterie“ wurde zum Beispiel neun mal eingesandt. Insgesamt gab es 671 Einsendungen mit 397 verschiedenen Begriffen. Darunter „Verschissmus“ (22 Einsendungen), „Umweltsau“ (16 Einsendungen), „Alte weiße Männer“ (13 Einsendungen) oder „Klimaleugner“ (11 Einsendungen). Sogar „Flugscham“ hatte mit 10 Einsendungen mehr als das letztendlich politisch passende Wort „Klimahysterie“.

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